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Depot prüfen lassen: Was ein unabhängiger Depotcheck zeigt

Von Dieter Lendle, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Wertpapiere und Derivate · geprüft am

Eine unabhängige Depotprüfung zeigt, was in Ihrem Depot steckt: was es Sie jedes Jahr kostet, wie es auf Länder, Branchen und Währungen verteilt ist, wo sich Fonds überschneiden und welche Einzeltitel über alle Fonds hinweg das größte Gewicht haben. Dafür genügt ein aktueller Depotauszug. Zugangsdaten zum Depot braucht niemand.

Was eine Depotprüfung untersucht

Ein Depotauszug listet Positionen, Stückzahlen und Kurse. Was er nicht zeigt: wie die Positionen zusammenwirken. Eine gründliche Prüfung beantwortet fünf Fragen.

  • Kosten: Was kosten die Fonds und ETFs pro Jahr, in Prozent und in Euro? Mehr dazu im Ratgeber Kosten im Depot.
  • Aufteilung: Wie verteilt sich das Vermögen auf Länder, Branchen und Währungen, verglichen mit einem breiten Weltindex wie dem MSCI World?
  • Überschneidungen: Halten mehrere Fonds dieselben Aktien? Wer etwa einen Welt-ETF und einen USA-ETF besitzt, kauft die großen US-Werte doppelt.
  • Konzentration: Welche Einzeltitel haben, über alle Fonds zusammengerechnet, das größte Gewicht im Depot?
  • Einzelpositionen: Was ist jede Position, mit Anlageklasse, Kennzahlen und Produktunterlagen?

Was eine Depotprüfung nicht leistet

Eine Prüfung des Bestands sagt nicht, welche Wertpapiere Sie kaufen sollten. Ob eine Anlage zu Ihnen passt, hängt von Ihren Zielen, Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Risikobereitschaft ab. Das zu beurteilen ist Aufgabe einer Anlageberatung, die diese Angaben vorher erfragt. Auch steuerliche Fragen gehören zu einem Steuerberater.

Welche Unterlagen Sie brauchen

Ein aktueller Depotauszug mit allen Positionen genügt. Wichtig sind ISIN oder WKN, die Stückzahl und, falls vorhanden, der Einstandskurs. Den Auszug finden Sie im Online-Banking meist unter „Depot“ oder „Postfach“, als PDF oder als Export. Ein Foto des Papierauszugs funktioniert ebenfalls.

Hilfreich, aber nicht nötig ist die jährliche Kostenaufstellung Ihrer Bank, die Ex-post-Kosteninformation. Sie zeigt, was im vergangenen Jahr tatsächlich an Kosten angefallen ist.

Worauf Sie bei einem Anbieter achten sollten

  • Wer bezahlt die Prüfung? Ist sie kostenlos, finanziert sie sich häufig über den späteren Verkauf von Produkten. Das muss nicht schlecht sein, Sie sollten es aber wissen. Bei einem Honorar zahlen Sie für die Analyse selbst.
  • Wer steht dahinter? Impressum, aufsichtsrechtlicher Status und die Namen der verantwortlichen Personen sollten leicht zu finden sein.
  • Was bekommen Sie konkret? Ein Bericht mit Zahlen zu Ihrem Depot ist mehr wert als allgemeine Textbausteine.
  • Was passiert mit Ihren Daten? Achten Sie auf eine verständliche Datenschutzerklärung und darauf, wann Ihre Unterlagen gelöscht werden.

So läuft der Depotcheck bei deindepotcheck

Sie laden Ihren Depotauszug hoch und sehen sofort die erkannten Positionen und den Preis: 30 € bis 50 Positionen, für größere Depots nach Anzahl der Positionen. Software liest den Auszug aus und ergänzt Marktdaten, unsere Experten prüfen die Analyse. Sie erhalten die Auswertung online und als PDF-Bericht, auf Wunsch mit einem Gespräch zu den Ergebnissen. Was der Bericht im Einzelnen enthält, steht auf der Seite Depotcheck bestellen.

Häufige Fragen

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ist keine Anlageberatung. Anlagematrix ist vertraglich gebundener Vermittler der Central Asset Management AG (§ 3 Abs. 2 WpIG) und berät unabhängig auf Honorarbasis (§ 93 WpHG).