So prüfen wir Ihr Depot
Die Depotanalyse beschreibt Ihr Depot nach festen Regeln: Kosten, Aufteilung, Überschneidungen, Konzentration und jede einzelne Position. Sie bewertet nicht und empfiehlt keine Produkte.
Wie läuft die Prüfung ab?
In vier Schritten: Sie laden Ihren Depotauszug hoch, die Plattform ergänzt Stamm- und Marktdaten, ein Berater klärt offene Punkte, und der Bericht entsteht nach festen Regeln.
Depotauszug hochladen
Als PDF, CSV oder Foto. Sie prüfen die erkannten Positionen, bevor Sie bezahlen.
Daten ergänzen
Zu jeder Position holt die Plattform Stammdaten und Kurse, zu Fonds und ETFs die veröffentlichten Kosten und Bestandteile.
Offene Punkte klären
Was keine Quelle liefert oder nicht plausibel ist, wird zum offenen Punkt. Ein Berater prüft und ergänzt ihn.
Bericht abschließen
Kennzahlen und Befunde rechnet die Plattform nach festen Regeln. Der Berater ergänzt seine Anmerkungen und schließt den Bericht ab.
Woher stammen die Daten?
Positionen, Stückzahlen und Einstandskurse stammen aus Ihrem Depotauszug. Alles Weitere ergänzt die Plattform aus Börsen- und Marktdaten, den amtlichen Referenzdaten der europäischen Wertpapieraufsicht und veröffentlichten Fondsdaten.
- Wertpapierart: aus dem amtlichen CFI-Code im Referenzdatenregister der ESMA (FIRDS). Aus ISIN oder Namen wird die Art nicht geraten: Bleibt sie unklar, entscheidet der Berater.
- Kurse: aus Börsen- und Marktdaten, mit Plausibilitätsprüfung. Weicht ein Kurs um den Faktor 100 oder um mehr als die Hälfte vom vorherigen ab, wird er zum offenen Punkt.
- Anleihen: Kupon, Fälligkeit und Rang aus den Referenzdaten der ESMA.
- Fonds und ETFs: laufende Kosten (TER), Länder- und Branchenaufteilung und die größten Titel aus veröffentlichten Fondsprofilen.
- Aktien: Branche und Sitzland aus Unternehmens- und Marktdaten, abgeglichen mit bereits bestätigten Werten. Ein Widerspruch wird zum offenen Punkt.
- Wechselkurse: ein Satz Kurse je Analyse für alle Positionen, vorrangig die Referenzkurse der Europäischen Zentralbank. Das Datum steht im Bericht.
Ist eine Quelle nicht erreichbar, bleibt die Angabe offen und wird zum offenen Punkt, statt geschätzt zu werden.
Wie werden die Kosten ermittelt?
Der Bericht zeigt die laufenden Produktkosten (TER) der Fonds, ETFs und ETPs, gewichtet nach ihrem Wert im Depot und in Euro pro Jahr umgerechnet. Depot-, Transaktions-, Beratungs- und Vertriebskosten sind darin nicht enthalten.
- Je Produkt: Kurswert mal TER ergibt die Kosten pro Jahr in Euro.
- Für das Depot: die TER gewichtet nach Kurswert, die Summe der Jahreskosten und ihr Anteil am ganzen Depot.
- Über die Jahre: die Jahreskosten mal 1, 5, 10 und 20 Jahre, bei gleichbleibendem Depotwert, ohne Wertentwicklung und Zinseszins. Die Rechnung zeigt die Größenordnung, keine Prognose.
- Ohne Kostenangabe: Zertifikate und Hebelprodukte weisen ihre Kosten im Basisinformationsblatt aus; der Bericht führt sie ohne Kostenquote auf, ebenso Fonds ohne veröffentlichte TER. Der Befund nennt, für wie viele Produkte keine Kostenangabe vorliegt.
Aktien, Anleihen und Liquidität haben keine laufenden Produktkosten. Was Sie insgesamt zahlen, einschließlich der Kosten Ihrer Bank, steht in deren jährlicher Kostenaufstellung.
Was laufende Kosten über die Jahre bedeuten, rechnet der Fondskosten-Rechner nach.
Ausführlich im Ratgeber: Ex-post-Kosteninformation verstehen und richtig lesen
Wie erkennt der Bericht Überschneidungen zwischen ETFs?
Über die veröffentlichten größten Titel jedes Fonds, meist die zehn größten. Steckt ein Unternehmen direkt und in mehreren Fonds, addiert der Bericht seine Anteile über alle Positionen.
- Einzeltitel: direkt gehalten, über Fonds und ETFs und über Zertifikate und Hebelprodukte (Kurswert, ohne Hebel), jeweils in Prozent des Depotwerts, mit dem Anteil im MSCI World daneben.
- ETF-Paare: die Summe der jeweils kleineren Gewichte der gemeinsamen Titel. 0 % heißt keine gemeinsamen Titel, 100 % gleiche Titel in gleicher Gewichtung.
Titel unterhalb der veröffentlichten größten fließen nicht ein. Die Werte sind deshalb eine Untergrenze; die tatsächliche Überschneidung kann höher sein.
Ausführlich im Ratgeber: Klumpenrisiko im Depot: Bedeutung und ETF-Überschneidung
Wie misst der Bericht Konzentration?
Als Anteil der fünf größten Positionen am Depotwert, verglichen mit dem Anteil, den sie bei gleich großen Positionen hätten. Bei 20 gleich großen Positionen wären es 25 %.
Dazu zeigt der Bericht die zehn größten Positionen und eine Konzentrationskurve: die aufsummierten Anteile, von der größten Position an. Liquidität zählt nicht als Position. Eine Grenze, ab der ein Depot als zu konzentriert gilt, setzt der Bericht nicht.
Wie teilt der Bericht nach Ländern, Branchen und Währungen auf?
Aktien nach Sitzland und Branche des Unternehmens, Fonds und ETFs nach ihrer veröffentlichten Länder- und Branchenaufteilung. So zählt ein Welt-ETF anteilig zu jedem Land, in das er investiert.
Währungen: Fonds nach ihrer Währungs- oder Länderaufteilung, Aktien nach dem Sitzland des Unternehmens, alles andere nach der Handelswährung. Währungsgesicherte Anteilsklassen zählen zur Handelswährung.
Anteile ohne Angabe stehen als „Nicht zuordenbar“ in der Auswertung.
Womit vergleicht der Bericht?
Mit dem MSCI World, einem Aktienindex großer und mittlerer Unternehmen aus 23 Industrieländern. Er dient der Einordnung, nicht als Zielgröße.
Bei Ländern, Branchen und den größten Einzeltiteln steht der Anteil im Index neben dem Anteil in Ihrem Depot. Die Werte stammen aus dem veröffentlichten Profil eines ETFs auf den MSCI World, Stand 04.10.2026. Der Index enthält nur Aktien, die Anteile Ihres Depots beziehen sich auf das ganze Depot.
Was passiert, wenn Daten fehlen?
Der Bericht schätzt nicht. Fehlt eine Angabe, steht der Anteil als „Nicht zuordenbar“ oder das Produkt ohne Kostenangabe in der Auswertung, und ab 1 % des Depotwerts nennt der Befund die Lücke.
Jede fehlende Angabe wird zum offenen Punkt für den Berater. Fehlt einer Position der Kurs oder die Stückzahl, lässt sich der Bericht nicht abschließen, bis die Angabe geklärt ist. Einen fehlenden Kurs ersetzt nie der Kaufkurs.
Wer prüft die Analyse?
Berater der Anlagematrix AG, die auf Honorarbasis berät und keine Finanzprodukte verkauft. Sie klären die offenen Punkte, prüfen die Positionen und schließen den Bericht ab.
Die Befunde rechnet die Plattform nach festen Regeln. Der Berater kann sie anders formulieren oder ausblenden und eigene Anmerkungen hinzufügen.
Hinter der Anlagematrix AG stehen Dieter Lendle, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Wertpapiere und Derivate, und Frank Langer. Beide sind seit 1990 am Kapitalmarkt tätig (Über uns).
Was leistet der Bericht nicht?
Er ist keine Anlageberatung und empfiehlt keine Produkte. Er beschreibt Ihr Depot, ohne es zu bewerten oder zu einem Kauf oder Verkauf zu raten.
- Keine Wertung: kein „zu teuer“ oder „zu riskant“. Vergleichswerte dienen der Einordnung.
- Keine Prognose: Kosten über die Jahre zeigen eine Größenordnung. Die Wertentwicklung steht nur seit Kauf; frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.
- Keine Prüfung der Eignung: ob das Depot zu Ihren Zielen, Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Risikobereitschaft passt, klärt eine Anlageberatung (Honorarberatung).
Ihr Depot prüfen lassen
Anlagematrix ist vertraglich gebundener Vermittler der Central Asset Management AG (§ 3 Abs. 2 WpIG) und berät unabhängig auf Honorarbasis (§ 93 WpHG).